Dienstag, 16. Januar 2018

                                                      

Weihnachtsbeleuchtung - Die Gefahr in der Weihnachtszeit

In vielen Haushalten wird in den kommenden Wochen wieder die Weihnachtsbeleuchtung hervor geholt. Dekorationen mit Licht im und um das Haus stimmen auf die Vorweihnachtszeit ein.

Doch der  TÜV Rheinland warnt immer wieder vor elektrischer Weihnachtsbeleuchtung. Viele Weihnachtsbeleuchtungen weisen erhebliche Sicherheitsmängel auf und fielen beim Test mit dem Ergebnis „mangelhaft“ durch, so der TÜV Rheinland. Das Ergebnis bezeichnen die Prüfer als „erschreckend“.

Viele Artikel könnten zu Stromschlägen, Verbrennungen, gar zu Wohnungsbränden führen. Bei einigen Ketten ließen sich die Leitungen mit so geringem Kraftaufwand aus den Lampenfassungen ausreißen, dass dies schon von einem Kleinkind zu schaffen wäre. Schnell kann es zu einem lebensgefährlichen Stromschlag kommen.

Immer wieder kommt es in der Weihnachtszeit zu vermeidbaren Wohnungsbränden und Unfällen. Damit Sie die kommenden Wochen mit Ihrer Familie genießen können, hier ein paar Tipps für eine sichere Weihnachtszeit.

Beim Kauf von Lichterketten und sonstiger Weihnachtsbeleuchtung können Sie selbst auf die Sicherheit achten:

  • Nur Produkte kaufen, auf deren Verpackung Angaben zum Hersteller (Name und Adresse) in deutscher Sprache abgedruckt sind.
  • Aufschriften und Sicherheitshinweise in deutscher Sprache.
  • GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit) auf der Verpackung. Achtung Prüfzeichenmissbrauch! Dieser liegt z.B. vor, wenn keine deutschen Aufschriften vorhanden sind bzw. Herstellerangaben fehlen
  •  Am Besten auf den Internetseiten des TÜVs informieren, welche Produkte tatsächlich getestet wurden.
  •  Das CE-Zeichen alleine besagt nur, dass der Hersteller selbst bestätigt, die geltenden EU-Normen einzuhalten. Eine unabhängige Prüfung muss nicht stattgefunden haben.
  •  Außerdem müssen dauerhaft angebracht sein (z.B. auf Plastikfähnchen am Kabel): Elektrische Daten, Warnhinweise zum Betrieb, Verwendungsbereiche (innen/außen) sowie GS- und CE-Kennzeichen
  •  Möglichst Lichterketten mit Transformator kaufen. Dieser setzt die lebensgefährliche Steckdosenspannung (230V) auf eine niedrigere, ungefährliche Spannung herunter.


Was Sie bei der Verwendung und Anbringung beachten sollten:

  • Sicherheitshinweise auf/in der Verpackung lesen.
  • Nur Ketten im Außenbereich verwenden, die dafür eindeutig gekennzeichnet sind!
  • Ketten vor der Verwendung einer Sichtprüfung unterziehen. Dabei kontrollieren, ob die Isolierung der Leitung an keiner Stelle beschädigt ist und alle Leitungen fest in den Lampenfassungen befestigt sind.
  • Beschädigte/fehlende Lämpchen sofort ersetzen! In dem Lampensockel sind meist Widerstände verbaut, welche die Kette auch bei einzelnen, defekten Lämpchen weiter leuchten lassen. Trotzdem fließt durch diese Verschaltung ein höherer Strom durch die Kette, welche sich dadurch zu stark erwärmen kann. (Teilweise wurden Temperaturen über 300°C gemessen! Akute Brandgefahr!)
  • Defekte Ketten sofort entsorgen.
  • Ausreichend Abstand zwischen Lämpchen und brennbaren Materialien einhalten! 
  • Keine Papierschirme an den Lämpchen anbringen.
  • Ketten möglichst außer Reichweite von Kindern anbringen.
  • Ketten und Lichterschläuche niemals kürzen/verlängern oder sonst modifizieren! Keine Reparaturversuche!
  • Nur Beleuchtung, welche in nicht brennbarem Umfeld angebracht ist, während der Abwesenheit brennen lassen. Besser: Beleuchtungen beim Verlassen des Hauses ausschalten.
  • Ketten mit Leuchtdioden (LEDs) sind sicherer als Glühlämpchen. Sie werden ebenfalls über einen Transformator mit geringen Spannungen versorgt, welche für Mensch und Tier ungefährlich sind. Außerdem erzeugen sie keine Abwärme und arbeiten dadurch wesentlich sicherer, effizienter und sehr stromsparend.