Dienstag, 16. Januar 2018

                                                      

Brandgefahren in der Weihnachtszeit

Die Advents- und Weihnachtszeit ist für viele Menschen mit dem Schein von echten Kerzen verbunden. Diese sorgen für eine festliche Stimmung auf Adventskränzen und Weihnachtsbäumen. Damit steigt leider auch die Brandgefahr in Wohnräumen. Damit Sie die letzten Wochen des Jahres genießen können, haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt.

Die Flamme einer Kerze kann Temperaturen von 750 °C entwickeln und durch die entstehende Strahlungswärme (ca. 300 °C) können sich weitere Gegenstände noch in einigen Zentimetern Abstand entzünden.

Beachten Sie daher die folgenden Hinweise für einen sichereren Umgang mit Kerzen:

  • Lassen Sie niemals brennende Kerzen unbeaufsichtigt in Räumen zurück, auch nicht für wenige Minuten

  • Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeuge an für Kinder unzugänglichen Stellen auf

  • Verdeutlichen Sie Kindern nochmals die Gefahr, die von Feuer ausgehen kann

  • Kaufen Sie nur frisch geschlagene Weihnachtsbäume oder frisch gebundene Adventsgestecke

  • Gekaufte Weihnachtsbäume sollten bis zum Weihnachtsfest im Freien und in einem Eimer mit Wasser gelagert werden

  • Der Weihnachtsbaum sollte in der Wohnung dann auch weiterhin in einem Christbaumständer mit Wasserspeicher sicher aufgestellt werden

  • Stellen Sie Adventskranz und Weihnachtsbaum nur auf feuerfeste Unterlagen und achten Sie auf ausreichenden Abstand zu brennbaren Gegenständen wie z. B. Tischdecken, Vorhängen und Lametta

  • Echte Kerzen am Baum stets senkrecht befestigen und den Abstand zu Zweigen und weiteren Einrichtungsgegenständen im Umkreis beachten

  • Wunderkerzen haben einen relativ großen Wirkungskreis, in welchem die sprühenden Funken Gegenstände entzünden können  

  • Halten Sie für den Notfall einen Eimer mit Wasser, eine Löschdecke oder einen Feuerlöscher bereit

 

Im Notfall verlassen Sie unverzüglich das Gebäude, schließen Sie die Tür zum Brandraum und alarmieren Sie die Feuerwehr über den Notruf 112. Machen Sie sich auf der Straße den anrückenden Einsatzkräften bemerkbar.

Aber auch von elektrischen Lichtern kann eine Gefahr ausgehen. Wenn Sie eine Lichterkette nach langer Lagerzeit wieder nutzen wollen, kontrollieren Sie vor Inbetriebnahme bitte die Kabel und Anschlüsse. Wenn Sie einen Kabelbruch feststellen, verwenden Sie diese Lichterkette nicht mehr und entsorgen Sie diese unverzüglich, da es zu einem Kurzschluss kommen kann.

Die Lichterketten sollten alle über die verschiedenen Prüfzeichen (z.B. VDE, VdS oder GS) verfügen. Weiterhin müssen die Vorschriften des Herstellers beachtet werden. Unsachgemäß angebrachte oder falsch bestückte Lichterketten stellen ebenfalls eine Gefahr dar. Bei der Auswahl von Ersatzbirnen werden häufig auch Fehler gemacht:

Defekte Birnen sollten grundsätzlich nur durch solche mit der gleichen Wattstärke ersetzt werden. Stärkere Birnen verbrauchen mehr Energie, so dass sich die dünnen Stromkabel im Dauerbetrieb überhitzen können. Auch sollten nicht zu viele Verbraucher an einer Steckdosenleiste angeschlossen werden.

Der beste Schutz im Brandfall ist ein geprüfter Rauchmelder. Das VdS-Prüfzeichen steht für Qualität. Wenn es brennt, warnt das durchdringende akustische Signal des Rauchmelders alle Hausbewohner und weckt diese sogar aus tiefem Schlaf. Ein Rauchmelder kann Ihr Leben vor dem tödlichen Rauch retten.