Montag, 28. Mai 2018

                                                      

Kein Strom, was nun? - Verhalten bei Stromausfall


Die elektrische Energie ist zu einer fundamentalen Vorraussetzung unseres heutigen Lebens geworden.
Beginnend bei der Versorgung mit Licht und Wärme, dem Zubereiten von warmen Mahlzeiten, bis hin zum Betrieb von Kommunikationssystemen wie Telefon, Radio und Fernsehen ist der elektrische Strom unverzichtbar.

Umso wichtiger ist es, jederzeit auf einen länger andauernden Stromausfall vorbereitet zu sein.

Im Folgenden möchten wir Ihnen Tipps zum Verhalten bei Stromausfall geben.

Licht:
Halten Sie Folgendes an einem, auch bei völliger Dunkelheit, gut erreichbarem Ort bereit:

  • Kerzen / Teelichter und Streichhölzer / Feuerzeug
  • evtl. zusätzlich Gas- / Petroleumlampe (zusätzliche Nutzung der Abwärme)
  • Taschenlampe mit Ersatzbatterien – Keine Akkus, da sich diese mit der Zeit selbst entladen!

 

Wärme:
Da die meisten Heizungsanlagen eine Stromversorgung für ihre Steuerung, Zündung und Pumpen benötigen, ist mit deren Ausfall zu rechnen. Ebenso mit der Versorgung durch Fernwärme. Daher sollte Folgendes griffbereit sein:

  • bei Besitz eines Holzofens: ganzjährig Vorrat an trockenen Brennstoffen
  • Gasheizer, Ersatzweise Camping-Gaskocher
  • warme Decken/dicke Kleidung

 

Kochen:
Um bei länger anhaltendem Ausfall warme Mahlzeiten zubereiten zu können, sollten vorhanden sein:

  • Spiritus / Feststoff- oder Camping-Gaskocher oder evtl. Gasgrill
  • ausreichender Gasvorrat / Brennstoff

 

Information:
Um evtl. Anweisungen von Behörden / der Feuerwehr folgen zu können, benötigen Sie ein

  • batteriebetriebenes Radio (auch möglich: Autoradio)

 

Im Notfall:
Die meisten Haushalte besitzen in heutiger Zeit schnurlose Telefone, telefonieren via Internet (VOIP) oder über das Kabelfernsehnetz. Dies setzt jedoch voraus, dass die dafür nötigen Komponenten wie Telefonanlage, Kabelmodem, etc. mit Strom versorgt werden, damit sie funktionieren. Auch das schnurlose Telefon funktioniert nicht mehr, wenn die Basisstation nicht mehr mit Strom versorgt wird! Das Absetzen eines Notruf kann so schnell zum Problem werden. Daher folgende Tipps:

  • Haben Sie einen analogen Telefonanschluss und telefonieren Sie mit schnurlosen Telefonen, so halten Sie zusätzlich noch ein normales, kabelgebundenes Telefon bereit. Dieses wird nämlich über die Telefonleitung durch den Netzbetreiber mit der nötigen Spannung versorgt
  • Bei ISDN-Anschlüssen kann ein Notbetrieb geschaltet werden. Hierbei werden die Komponenten ebenfalls über das Telefonnetz versorgt. Lesen Sie hierzu die Hinweise in den Betriebsanleitungen Ihrer ISDN-Anlage / ISDN-Telefone oder fragen Sie direkt bei Ihrem Netzbetreiber und machen Sie sich mit dem Zuschalten der Funktion vertraut.
  • Ein Handy kann bei Stromausfall eine Alternative zum Festnetz bieten. Die Stromversorgung der Mobilfunksender wird noch für eine gewisse Zeit durch Batterien gepuffert. 
  • Da bei solch großflächigen Lagen bei den Rettungsleitstellen meist ein erhebliches Aufkommen an Anrufen herrscht, kann es einen Moment dauern, bis Ihr Gespräch entgegen genommen wird. Bleiben Sie auf jeden Fall in der Leitung oder versuchen Sie es ggf. erneut.

...bei zusätzlichem Ausfall des Telefonnetzes:
Bei länger anhaltenden Stromausfällen werden durch die Rettungsleitstellen automatisch die Feuerwehren der betroffenen Gemeinden alarmiert. Die Einsatzkräfte besetzen dann die Gerätehäuser, welche über eine Notstromversorgung und weitere Kommunikationsmöglichkeiten, z.B. Funkverbindungen zu den anderen Hilfsorganisationen wie Polizei, Rettungsdienst und Katastrophenschutz verfügen.

Ebenfalls werden bei Bedarf weitere Anlaufstellen im Ortsbereich eingerichtet, an die sich die Bürger bei Bedarf wenden können.
Achten Sie in diesem Zusammenhang auf Hinweise, welche Sie über den Rundfunk erhalten. Im Bedarfsfall können Sie die Anlaufstellen aufsuchen und es kann, wenn nötig, von dort aus weitere (ärztliche) Hilfe angefordert werden.

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