Montag, 15. Oktober 2018

                                                      

Anschlagmittel

Zum Sichern, Ziehen oder Heben kommen bei der Feuerwehr verschiedene Anschlagmittel zum Einsatz.

Dies können Drahtseile, Rundstahlketten oder Bänder aus Chemiefasern sein, jedoch muss das Anschlagmittel für die entsprechende Last ausgelegt sein. Drahtseile bestehen aus dünnen, biegsamen Einzeldrähten die zu Litzen gedreht sind. Mehrere Litzen um eine Stahl- oder Fasereinlage gedreht ergeben ein Seil. Je nach Belastung und Einsatzzweck wird eine unterschiedliche Zahl von Einzeldrähten und Litzen verseilt.

Rundschlingen haben gegenüber Stahlseilen den Vorteil, dass sie bei glatten Lasten (Metall) eine größere Reibung aufbringen und somit kaum verrutschen. Rundschlingen bestehen aus einem endlosen, parallel gelegten Faserbündel aus Polyestergarn. Aufgrund dieser Machart entstehen keine Verdickungen im Anschlagmittel. Rundschlingen dürfen nur dann eingesetzt werden, wenn sie keine Beschädigungen aufweisen und wenn die Angaben auf dem Etikett lesbar sind.

Anschlagmittel, die Beschädigungen wie Brüche, Knicke, Risse oder Quetschungen ausweisen, sind nicht mehr zu benutzen.
 
Schäkel dienen zur Verbindung von Anschlagmitteln, sie müssen so in Anschlagmittel eingehängt werden, dass der Schäkel nur auf Zug, der Bolzen nur auf Biegung beansprucht wird. Kräfte die den Schäkel auseinanderziehen dürfen nicht auftreten. Die zulässige Belastung der Schäkel darf nicht überschritten werden und ist deshalb auf dem Schäkel eingeschlagen. Bolzen am Schäkel immer ganz schließen und dann wieder eine Halbe Umdrehung öffnen.