Dienstag, 16. Januar 2018

                                                      

Spraydosen - "Flammenwerfer" im Haushalt

Spraydosen begegnet man heute in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Ob es gilt die Haare zu frisieren oder das Bad zu reinigen - Spraydosen sind klein und handlich.
Beim Umgang mit Spraydosen ist Vorsicht geboten. Zwar wurde das früher brennbare Treibgas FCKW gegen ein nicht brennbares Gas ausgetauscht, doch dieser Hinweis auf den handlichen Flaschen ist trügerisch. Die im Sprühnebel in feinste Teile zerstäubten Kunstharz- oder Nitrolacke beispielsweise sind mit oder ohne brennbarem Gas leicht entzündlich. Offene Lichtquellen (Flammen oder Feuer), heiße Metallteile (Kochplatten) oder ein Föhn reichen aus, um das brennbare Gas zu entzünden.


Für den Umgang mit Spraydosen gilt:

  • Nicht rauchen, wenn Spraydosen eingesetzt werden

  • Spraydosen nicht über 50 Grad Celsius erhitzen

  • Zündquellen aus dem Arbeitsbereich entfernen

  • Spraydosen nicht gewaltsam öffnen (Unfallgefahr)

  • Räume gut lüften, wenn mit Spraydosen gearbeitet wird

  • Vor der Entsorgung sind Spraydosen grundsätzlich vollständig zu entleeren

Der Umgang mit Spraydosen sollte - bei aller Arbeitserleichterung - auch einmal kritisch betrachtet werden. Spraydosen (z.B. Deodorant) gehören im Sommer nicht in das Handschuhfach eines Autos. Hier wird die Grenztemperatur von 50 Grad Celsius schnell erreicht. Auch beim Frisieren sollte mit Haarspray sorgsam umgegangen werden, wenn in der Nähe die Flamme des Gasdurchlauferhitzers lauert. Keine Restewirtschaft betreiben! Keller wie auch Dachboden durchforsten und "alte Jahrgänge" der Spraydosen entsorgen! Dies gilt auch für Campinggasflaschen, Terpentin-Dosen und andere leicht brennbare Flüssigkeiten.